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Entsorgung eines Fronladers

Bauknecht FrontladerIhre alte Waschmaschine ist defekt, oder Sie möchten sie durch ein energiesparenderes Modell austauschen? Gute Idee, allerdings sollten Sie sich vorher die Frage stellen: Wohin mit dem Altgerät? Innerhalb Deutschlands ist die Entsorgung von Elektro- und Haushaltsgeräten sogar gesetzlich geregelt. Trotzdem bleiben Ihnen mehrere Möglichkeiten, um die alte Waschmaschine fachgerecht zu entsorgen. In dem folgenden Ratgeber möchten wir Ihnen die verfügbaren Optionen erläutern und Ihnen sogar noch einen Weg zeigen, wie Sie vielleicht einen kleinen finanziellen Zuschuss zur neuen Maschine erlangen können.

Die gesetzliche Situation in Deutschland

Entsorgung eines FronladersInnerhalb Deutschlands gibt es seit 2003 eine gesetzliche Regelung, welche die fachgerechte Entsorgung von Elektroaltgeräten regelt. Das Papier wurde jedoch mehrfach neu aufgesetzt. Die aktuelle Fassung stammt aus dem Jahr 2012 und wurde ab 2015 durchgesetzt.

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Der Sinn und Zweck dieser gesetzlichen Regelung besteht vor allem darin, dass

  • die Umwelt vor schädlichen Substanzen aus Elektro- und Elektronikgeräten geschützt wird
  • die anfallenden Geräte recycelt werden sollen, um die Abfallmengen zu dezimieren

Die Regelung gilt für alle Geräte, die nach dem 13. August 2005 in den Verkehr gebracht wurden. Neben Privatverbrauchern und gewerblichen Nutzern sind ebenso die Hersteller verpflichtet dazu, entsprechende Geräte fachgerecht zu entsorgen.

Die Möglichkeiten der privaten Entsorgung

Sofern Sie sich dazu entschließen, den alten Frontlader zu entsorgen, haben sie die folgenden Möglichkeiten:

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  • Sperrmüll
  • Recyclinghof
  • Mitnahme des Altgeräts bei Anlieferung der neuen Maschine durch den Zulieferer

Ganz gleich, für welche Variante Sie sich entscheiden, Sie müssen stets ein paar Bemühungen anstellen, um Ihr Vorhaben auch in die Tat umzusetzen, wie wir in den folgenden Absätzen schildern werden.

Die Entsorgung beim Sperrmüll

Ein sehr großer Vorteil bei der Abholung durch den Sperrmüll besteht darin, dass man das Gerät einfach nur vor der Haustür abstellt. Dort wird es dann von einem entsprechenden Entsorgungsunternehmen abgeholt. Wichtig ist, dass Sie die Abholung anmelden. Dies können Sie über eine Sperrmüllkarte erledigen, die beim Entsorgungsamt abgegeben werden muss. Alternativ geben Sie diese der Müllabfuhr mit.

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Tipp! In der Regel wird der genaue Termin für die Abholung per Post mitgeteilt. In manchen Gemeinden ist es außerdem möglich, die Anmeldung über das Internet zu erledigen und den Abholtermin umgehend einzusehen. Pro Haushalt und Jahr ist eine Abholung von Sperrmüll zudem kostenlos.

Alternative Recyclinghof

Wenn Sie sich stattdessen für die Entsorgung auf dem Recyclinghof entscheiden, müssen Sie das Gerät in einigen Fällen selbst dort hinbringen. Alternativ gibt es jedoch Höfe, die eine Abholung ermöglichen, häufig gegen die Zahlung einer kleinen Gebühr.

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Für die Entsorgung zahlen Sie nichts, außer Sie bringen neben der Waschmaschine noch mehr Elektroschrott mit und möchten diesen abgeben. Allerdings fallen auch nur dann Kosten an, wenn die Menge ein gewisses Maß überschreitet.

Mitnahme des Altgeräts durch den Zulieferer der neuen Maschine

Sofern die neue Waschmaschine angeliefert wird, besteht ebenfalls die Option, dass Sie dem Zulieferer das alte Gerät einfach mitgeben. Diese Möglichkeit steht jedoch nicht bei jedem zur Verfügung. In einigen Fällen können Sie bereits während des Bestellvorgangs, beispielsweise im Internet, auswählen, ob die alte Maschine mitgenommen werden soll.

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Die Kosten für die Mitnahme sind entweder im Preis des neuen Frontladers inbegriffen, aber auch hierbei gibt es Unterschiede. Am besten fragen Sie direkt beim Zulieferer nach dieser Möglichkeit.

Weitere Tipps zur Entsorgung

Neben den bereits genannten Optionen bleiben Ihnen trotzdem noch ein paar Alternativen, wie Sie Ihre alte Maschine noch sinnvoll einsetzen können.

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Je nach Zustand des Gerätes kann die Spende durchaus sinnvoll sein. In diesem Fall geben Sie das Gerät in eine geeignete Reparatur-Werkstatt. Dort kann die Waschmaschine als Ersatzteillager dienen, um andere Frontlader wieder fit zu machen. Derlei Werkstätten verfolgen dabei nicht zwingend den Zweck, die reparierten Maschinen gewinnbringend zu verkaufen. In der Regel gelangen sie in die Haushalte von Bedürftigen. Sie können mit ihrer Altmaschine also durchaus noch einen guten Zweck erfüllen.

Eine weitere Alternative bietet sich einfach in Form des Verkaufs an. Entstammt Ihr Frontlader beispielsweise einer hochwertigen Marke wie Bosch, Siemens, AEG oder Bauknecht, ist er bis zu einem gewissen Alter nach wie vor attraktiv für Privatverbraucher mit einem geringen Budget.

Natürlich sollten Sie die Waschmaschine nur zum Verkauf anbieten, wenn sie voll funktionstüchtig ist und sie diese mit gutem Gewissen abgeben können. Sichern Sie sich hierbei zusätzlich durch einen privaten Kaufvertrag ab. Andernfalls könnte der Käufer auf Sie zurückkommen und eine Gewährleistung geltend machen, falls das Gerät bei ihm zu Hause nicht funktioniert, oder Probleme macht.

Sofern Sie sich die Arbeit machen möchten, bleibt Ihnen auch noch der Weg zum ursprünglichen Händler, bei dem Sie das Altgerät ursprünglich erworben haben. Seit 2016 sind sämtliche Händler dazu verpflichtet, besagte Waren zurückzunehmen, sofern diese bei ihnen gekauft wurden. Der Nachteil: Sie müssen die Waschmaschine selbst dorthin bringen und möglicherweise den Kaufbeleg vorlegen.

Vor- und Nachteile der Entsorgungswege

Abschließend möchten wir in einer kleinen Tabelle zusammenfassen, wo für Sie die Vor- und Nachteile liegen. Auf diesem Weg können Sie vielleicht noch besser erkennen, welche Variante der Entsorgung für Sie in Frage kommt:

Variante Vorteile Nachteile
Sperrmüll
  • Abholung vor der Haustür
  • kostenlos bei einmaliger Abholung
  • Anmeldung erforderlich
  • Gerät steht möglicherweise mehrere Wochen im Keller
Recyclinghof
  • kostenlose Entsorgung
  • mögliche Abholung
  • bei Abholung fällt eine geringe Gebühr an
  • eventuell eigene Anlieferung notwendig
Mitnahme bei Lieferung
  • einfache Variante
  • wird von vielen Händlern angeboten
  • Entrichtung einer Gebühr erforderlich
Spende
  • Gerät dient einem guten Zweck
  • Eigentransport nicht ausgeschlossen
Verkauf
  • Käufer holt das Gerät in der Regel ab
  • Finanzspritze für die neue Maschine
  • nachträglicher Ärger mit dem Käufer möglich
Händlerrückgabe
  • Händler muss das Gerät annehmen
  • eigene Anlieferung erforderlich
  • Kaufbeleg eventuell notwendig

Fazit – Entsorgung ist kein Problem

Wie Sie nun wissen, ist die Entsorgung alter Elektrogeräte kein Problem, selbst wenn es sich um ein Großgerät wie den Frontlader handelt. Da diese inzwischen per Gesetz geregelt ist, bieten sich Ihnen viele Alternativlösungen, sofern die von Ihnen gewählte Methode nicht funktioniert.

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Für Sie sollte in jedem Fall eines klar sein: Bei den meisten dieser Lösungen müssen Sie höchstens mit der Entrichtung einer kleinen Gebühr rechnen. Es werden jedoch keinerlei hohe Unkosten auf Sie zukommen, die Sie finanziell stark belasten.

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